Allgemein

Münchner Waldorfschulen bei den Bildungstagen 2018

Auch im kommenden Jahr präsentieren sich die Münchner Waldorfschulen und –Kindergärten sowie das Südbayerische Seminar für Waldorfpädagogik bei den Bildungstagen München. An einem gemeinsamen Stand können sich Eltern, Schüler und Lehrer über die Grundlagen der Waldorfpädagogik informieren und mit Lehrern, Erziehern und anderen Eltern ins Gespräch kommen.So erfahren sie aus erster Hand, wie der Schul- oder Kindergartenalltag aussieht und wo es Waldorf-Einrichtungen in der Nähe gibt. Mit reichlich Anschauungsmaterial und der Möglichkeit, Einzelgespräche zu führen, können sich alle Interessierte ein fundiertes Bild über die Waldorfpädagogik machen.

Die Waldorfschulbewegung feiert 2019 ihr hundertjähriges Bestehen und ist mit rund 1.100 Schulen und mehr als 2.000 Kindergärten zur größten freien Schulbewegung weltweit geworden.

Bildungstage München ist die Messe für Eltern, Schüler und Lehrer, um sich über das umfassende Bildungsangebot der Stadt und Region München zu informieren. Mit 15 Einrichtungen, die sich am gemeinsamen Messestand präsentieren, ist die Waldorfpädagogik ein fester Bestandteil dieser Bildungslandschaft.

bildungstage-logo

Bildungstage München
20.-21. Januar 2018
MVG-Museum
Ständlerstraße 20
www.bildungstage-muenchen.de

Feierliche Eröffnung des neuen Glockenturms

Historische Gröbenzeller Glocke findet neue Heimat in der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell

Den alljährlich stattfindenden und beliebten Adventsmarkt der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell schmückte in diesem Jahr ein besonderes Ereignis: Im Zuge der feierlichen Eröffnung des Marktes wurde der neue Glockenturm auf dem Schulgelände eingeweiht. In ihm hat eine alte Glocke aus der ehemaligen Gröbenzeller Notkirche eine neue Heimat gefunden.

glockenturm

Der Glockenturm ist ein Produkt der sogenannten Bauepoche, die jede dritte Klasse einer Waldorfschule durchläuft. Die Holzkonstruktion haben die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung ihrer Eltern entworfen und gefertigt. „Nur die Glocke hat gefehlt“, sagt Detlef Ludwig, Geschäftsführer der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell. Glücklicherweise gibt es in der Elternschaft eine gute Verbindung zum Historischen Verein Gröbenzell e.V. „Die Gröbenhüter“, die der Schule eine Glocke aus dem Fundus des Heimatmuseums als Dauerleihgabe überlassen haben.

Albert Donhauser, 2. Vorsitzender der Gröbenhüter und langjähriger Leiter des Heimatmuseums, freut sich, dass die Glocke eine neue Heimat und mit ihr eine neue Aufgabe gefunden hat: „Die Glocke wurde in den Bielefelder Vereinigten Glockengießerwerkstätten gegossen und hing von 1920 bis 1925 in der Gröbenzeller Notkirche“, berichtet Herr Donhauser. Dabei handelte es sich um eine ehemalige Baracke des Gefangenenlagers Puchheim aus dem Ersten Weltkrieg. „Der Holzbau diente der damaligen Siedlung als Kirche, bis 1925 das heutige Wahrzeichen der Gemeinde eingeweiht werden konnte“, ergänzt er.

Als der Verein vom Bedarf der Schule erfuhr, war es laut Herrn Donhauser keine Frage, der Schule die Glocke, die bis dahin im Fundus des Heimatmuseums schlummerte, zu überlassen. „So wird ein Stück Gröbenzeller Geschichte wieder lebendig“, freut sich Herr Donhauser.

In der dritten Klasse, wenn die Kinder einen wichtigen Entwicklungsschritt machen, lernen sie an der Waldorfschule besonders die praktische Arbeit kennen und machen die Erfahrung, dass man als Team ein komplexes Projekt wie die Planung und Errichtung eines kleinen Bauwerks bewältigen kann. So gesellten sich im Laufe der Zeit diverse Kletterhäuser, ein Wasserhaus, ein Pizzaofen und nun auch ein Glockenturm auf das Gelände der Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell.

Einen Klöppel, welcher der Glocke im Laufe der Zeit abhanden gekommen war, haben die Kinder zusammen mit Kunstschmiedemeister Helmut Brummer, der der Schule über den Handwerkerhof verbunden ist, gefertigt. So steht der Betriebsaufnahme getreu dem Motto „Süßer die Glocke nie klingt“ nichts mehr im Wege.

Fachtagung der UNESCO-Projektschulen

Viel Lob für Exkursion der nationalen Fachtagung deutscher UNESCO-Projektschulen an die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell

Im Rahmen der nationalen Fachtagung der deutschen UNESCO-Projektschulen, die im September 2017 in Dillingen stattgefunden hat, haben die Teilnehmer eine Exkursion an die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell unternommen.

Die Vertreterinnen und Vertreter der anderen UNESCO-Projektschulen haben dabei einen interessanten Tag erlebt. Sie erhielten Einblicke in das Wesen einer Waldorfschule und konnten Schauspielübungen ausprobieren, für die Peter Papakostidis, Theaterpädagogik-Assistent an der Schule, von den Teilnehmern viel Lob erhielt.

Ulrike Gölz, UNESCO-Beauftragte im Lehrerkollegium der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell, hat darüber hinaus eine Friedensbotschaft in Form eines Kurzfilms zur Verfügung gestellt. Der Film dokumentiert das „Macadamia-Fans“-Projekt der Schule, bei dem Schülerinnen und Schüler Bio-Macadamia-Nüsse und Bio-Macadamia-Öl kenianischer Kleinbauern zu fairen Preisen und Bedingungen vertreiben und so zu Naturschutz, Entwicklungshilfe und internationaler Völkerverständigung beitragen. Der Film fand bei den Teilnehmern der Exkursion großen Anklang und wurde am Abend bei der sogenannten Netzwerk-Nacht, bei der alle Mitglieder des deutschen UNESCO-Netzwerks zum Austausch zusammen kommen, gezeigt.

Die Landeskoordinatorin der bayerischen UNESCO-Projektschulen, Annabelle Junker, sowie das Bayerische Staatsministerium für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst haben sich mit einem Brief ausdrücklich bei der Schule für die gelungene Ausrichtung der Veranstaltung und den wertvollen Beitrag zur Gesamttagung bedankt.

UNESCO ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation und hat die Aufgabe, durch Förderung der internationalen Zusammenarbeit auf diesen Gebieten zur Erhaltung des Friedens und der Sicherheit auf der Welt beizutragen. Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell ist eine von rund 250 anerkannten UNESCO-Projektschulen in Deutschland und mehr als 10.000 UNESCO-Projektschulen weltweit.