Allgemein

„Zum Leuchtturm werden – Eltern sein in Pubertät und Jugend“ – Vortrag von Georg Soldner

Über den schwierigen Umgang mit Jugendlichen während der Pubertät wird viel gesprochen und geschrieben. Aber auch die Eltern machen während dieser Zeit eine persönliche, nicht selten auch eine gesundheitliche Krise durch. Georg Soldner, langjährig erfahrener Kinder- und Jugendarzt, spricht in seinem Vortrag darüber, warum diese beidseitige Krise unumgänglich und wichtig ist und was beide Seiten in dieser Phase stärkt.

Pubertät und Jugend gelten der Gemeinschaft der Eltern und Erwachsenen allgemein als herausfordernde Zeit. Es wird viel über den schwierigen Umgang mit Jugendlichen in dieser Phase gesprochen und geschrieben. Weit weniger ist von den Eltern selbst die Rede. Diese machen während der Pubertät ihrer Kinder nicht selten selbst eine persönliche, in manchen Fällen sogar eine gesundheitliche Krise durch. Und doch ist diese beidseitige Krise so notwendig und so wenig umgehbar, wie die physische Geburt – nur, dass sie wesentlich länger dauert als die Krise im Kreissaal.

Georg Soldner, langjährig erfahrener Kinder- und Jugendarzt, spricht in seinem Vortrag vorrangig davon, was Eltern in dieser Zeit erleben und erleiden, was hilfreich in dieser Situation ist und was letztlich beide Seiten stärkt.

Geboren 1958 in München ist Georg Soldner Kinder- und Jugendarzt und seit 2016 stellvertretender Leiter der Medizinischen Sektion am Goetheanum in Dornach in der Schweiz. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter, die beide die Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell besucht haben.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 31. Januar 2019 um 20 Uhr im Großen Saal der Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell wurde 1981 gegründet und ist eine von derzeit 242 Waldorfschulen in Deutschland und rund 1.000 Waldorfschulen weltweit. Sie ist eine einzügige Schule mit rund 450 Schülerinnen und Schülern und führt als staatlich genehmigte Schule über den waldorfeigenen Bildungsabschluss hinaus bis zur Mittleren Reife oder zum Abitur. Neben den pädagogischen Prinzipien Rudolf Steiners, die das Kind in seiner Individualität in den Mittelpunkt stellen und ihm eine entwicklungsgerechte und breit angelegte Erziehung zukommen lassen möchten, ist die Schule eine UNESCO-Projekt-Schule, an der internationaler Austausch, nachhaltiges Handeln und Toleranz den Unterricht und das Leben an der Schule prägen.

Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell
Spechtweg 1
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Die Bambusprinzessin – Eurythmieaufführung der Tokio-Kenji-Steiner-School am 21. November

Am Mittwoch, den 21. November 2018 wird der Große Saal der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell ab 19:30 Uhr von der 12. Klasse der Tokio-Kenji-Steiner-School verzaubert. Auf dem Programm steht die Eurhythmie-Aufführung „Die Bambusprinzessin“, präsentiert von 18 Schülerinnen und Schülern aus Tokio, die auf ihrer Kulturreise durch Europa auch einen Stopp in Gröbenzell machen.

Es ist der erste Besuch der japanischen Schülerinnen und Schüler in Europa. Wie jede zwölfte Klasse der Tokio-Kenji-Steiner-School gehen sie zum Abschluss ihrer Schulzeit auf große Kulturreise. Neben den europäischen Metropolen Amsterdam, Paris, Venedig und Florenz besuchen die Schüler in Deutschland die Städte Hamburg, Berlin, Bamberg, Nürnberg, München, Tübingen und Stuttgart.

Kazuhiko Yoshida, ebenfalls Japaner und seit 2012 im Kollegium der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell, hat die japanischen Schüler eingeladen. „Seit 2013 verbinden die Schüler der Tokio-Kenji-Steiner School ihre Abschlussreise mit Aufführungen ihrer Eurythmiestücke, die von den gastgebenden Schulen und deren Publikum sehr geschätzt werden“, berichtet er. Bei einer internationalen Lehrertagung erhielten die Schüler aus Japan für ihre Darbietung Standing Ovations. Herr Yoshida, der an der Waldorfschule Gröbenzell Musik und Chor unterrichtet und die Schüler während des Eurythmieunterrichts am Flügel begleitet, freut sich, dass die Japaner seiner Einladung gefolgt sind. Es ist der zehnte Abschluss-Jahrgang der Tokio-Kenji-Steiner-School, einer von sieben Waldorfschulen in Japan und der einzigen Waldorfschule in Tokio. „Wir sind sehr froh, dass die Schülerinnen und Schüler uns die Möglichkeit geben, mit ihrem Stück „Die Bambusprinzessin“ tief in die japanische Kultur einzutauchen“, sagt Herr Yoshida.

Die Bambusprinzessin ist eines der ältesten japanischen Märchen. Es handelt vom irdischen Leben der Tochter des Mondgottes, die als fingergroße Prinzessin von einem alten Bambussammler gefunden wurde. Neben der Bambusprinzessin stehen die Klaviersonate „No. 2 in g-Moll op. 22“ von Robert Schumann, „Frühling und Shura“ von Kenji Miyazawa und “L’Isle Joyeuse“ von Claude Debussy auf dem Programm. Auch diese Stücke werden von den Schülern eurythmisch interpretiert.

Eurythmie ist eine im Vergleich mit anderen Künsten verhältnismäßig junge Bewegungskunst. Anders als beim Tanz werden in der Eurythmie die Bewegungsgesetze, die der Sprache und der Musik zu Grunde liegen, erlebt und durch die Bewegungen der Arme, Beine sowie durch die Gesamtchoreographie sichtbar gemacht.

Die Eurythmie-Aufführung „Die Bambusprinzessin“ mit Schülerinnen und Schülern der 12. Klasse der Tokio-Kenji-Steiner-School findet am Mittwoch, den 21. November (Buß- und Bettag) um 19.30 Uhr im Großen Saal der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden zugunsten der 12. Klasse der Tokio-Kenji-Steiner-School wird gebeten.

„Smartphones – Nutzen kann sie jeder, aber auch beherrschen?“ Vortrag mit Uwe Buermann am 20. November

Die Themen Smartphone-Nutzung und Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche sind in aller Munde. In einem Vortrag geht der renommierte Vortragsredner, Buchautor und Vater dreier Kinder, Uwe Buermann, der Frage nach, wie wir dafür sorgen können, dass unsere Kinder die notwendigen Kompetenzen zum Umgang mit den modernen Medien entwickeln. Der Vortrag findet am Dienstag, den 20. November um 20 Uhr an der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell statt.

Viele von uns nutzen die neuen Medien und deren Angebote für berufliche und private Zwecke, und wir wissen die positiven Seiten zu schätzen. Warum also sollten wir diese Welt unseren Kindern vorenthalten? Schließlich müssen sie doch auch lernen, mit den neuen Medien umzugehen, oder? Aber nur zur Verfügung stellen reicht offenbar nicht, das zeigen die sich häufenden Fälle von Cybermobbing, Sexting und Internetsucht.

Wie können wir also dafür sorgen, dass unsere Kinder die notwendigen Kompetenzen entwickeln, damit sie nicht zu Opfern, in welchem Sinne auch immer, werden? Dieser Fragen geht Uwe Buermann, pädagogisch-therapeutischer Medienberater an der FWS Mittelrhein und Vater dreier Kinder, in seinem Vortrag nach.

Uwe Buermann ist Begründer und Leiter des Ausbildungsganges zum „Pädagogisch-therapeutischen Medienberater“ am Lehrerseminar Berlin, Gastdozent an verschiedenen Lehrerseminaren, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei IPSUM (Institut für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie), Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher, zuletzt „Aufrecht durch die Medien“, erschienen im Flensburger Hefte Verlag. Weitere Infos unter www.erziehung-zur-medienkompetenz.de.

Der Vortrag findet statt am Dienstag, den 20.11. um 20 Uhr im Orchesterproberaum der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Gefahren im Netz – Vortrag mit Cem Karakaya

Vortrag an der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell am 8. Oktober, 19:30 Uhr

Wo lauern die Gefahren im Internet, bei Computerspielen oder in sozialen Netzwerken? Cem Karakaya, Experte für Internetkriminalität und Prävention aus München, informiert.

Laut aktueller Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest besitzen 92% der 12 bis 13-Jährigen ein Smartphone und beschäftigen sich durchschnittlich 261 Minuten am Tag mit Bildschirmmedien. Ab 14 Jahren kann man mit 98 bzw. 99 Prozent Smartphonebesitz von einer Vollausstattung sprechen, heißt es in der JIM Studie aus dem Jahr 2017.

Bei einem Großteil der Aktivitäten (Online-Computerspiele, Soziale Netzwerke, Fernsehen, Radio und Kurznachrichtenn) agieren die Jugendlichen im Netz auf mobilen Plattformen, Apps und Kommunikationstools. Die Vielfalt der Inhalte ist riesengroß, die Anforderungen an die Nutzer, sich zurechtzufinden, werden immer höher.

„Natürlich macht die immer frühere Nutzung der digitalen Medien auch vor der Waldorfschule nicht halt. Insofern ist Medienpädagogik fester Bestandteil im Lehrplan unserer Schule“, sagt Daniela Haller-Murr, Klassenlehrerin der 7. Klasse und Medienbeauftrage des Lehrerkollegiums. Für die Schule sei wichtig, dass Medienpädagogik entwicklungsabhängig und altersangemessen erfolge, denn die Waldorfpädagogik orientiere sich an den Entwicklungsstufen der Kinder und Jugendlichen. „Im Moment arbeiten wir in einer gemischten Eltern-Lehrer-Gruppe an einem Medienkonzept, das die Schüler auf dem Weg zur Medienmündigkeit unterstützt. Die Eltern sind hier auch eingebunden, denn beim Thema Medienkonsum stehen sie oft selbst vor vielen Fragen“, weiß Frau Haller-Murr.

Einer, der weiß, wo die Gefahren im Internet, bei Computerspielen oder in den sozialen Netzwerken lauern, ist Cem Karakaya aus München. Bei der Münchner Polizei ist der Agent a.D. seit 2003 Experte für Internetkriminalität. „Wie überall gibt es auch im Internet Gefahren. Nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns selbst ist es wichtig, diese Gefahren zu kennen. Nur wenn wir diese kennen, können wir uns dagegen schützen.“

Und so ist er seit einigen Jahren mit seinen Kollegen vom Kommissariat 105 an Münchner Schulen unterwegs, um Schüler, Eltern und Lehrer für die Risiken im digitalen Leben zu sensibilisieren. In seinem circa zweistündigen Vortrag im Großen Saal der Rudolf-Steiner-Schule geht es um unsere Sicherheit im Netz, die Maschen der Hacker, um unsere persönlichen Daten, die Aktivitäten der Kinder und darum, wie wir uns und unsere Kinder schützen können.

Die Veranstaltung ist öffentlich (empfohlen ab 15 Jahren) und wird von der pädagogischen Konferenz der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Medienkonzept organisiert. Der Eintritt ist frei, um Spenden zugunsten der Schule wird gebeten.

Der Vortrag findet am 8. Oktober um 19:30 Uhr im Großen Saal der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell statt.

25 Jahre Abitur an der Waldorfschule Gröbenzell – alle haben bestanden

Alle 23 Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell, die in diesem Jahr zum Abitur angetreten sind, haben die Prüfung erfolgreich bestanden. Es ist der 25. Abitur-Jahrgang der Gröbenzeller Waldorfschule.

Am Freitag, den 29. Juni überreichte Hanns Burkert, Oberstufenlehrer für Mathematik, Physik und Informatik sowie amtlicher Schulleiter der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell, 23 Schülerinnen und Schülern im Rahmen der feierlichen Abiturfeier ihre Abschlusszeugnisse. „Alle, die in diesem Jahr zum Abitur angetreten sind, haben bestanden“, freut sich Herr Burkert. Es ist das vierte Mal in Folge, dass alle Schülerinnen und Schüler die Prüfung bestanden haben und der 25. Abitur-Jahrgang insgesamt an der Gröbenzeller Waldorfschule, die 1981 gegründet wurde.

Wie alle Gymnasiasten in Bayern legen die Waldorfschüler am Ende ihrer Schulzeit das bayerische Zentralabitur ab. Lediglich der Weg dorthin unterscheidet sich von dem an der Regelschule. So haben die Waldorfschulen in Bayern schon immer an den 13 Jahren bis zum Abitur festgehalten und sich nicht dem G8 angeschlossen. „Die Waldorfpädagogik folgt einem entwicklungsorientierten Lehrplan, der sich am Entwicklungsstand des Kindes bzw. des Jugendlichen orientiert. Diesen kann man nicht um ein Jahr vorziehen“, erklärt Herr Burkert.

Die Kinder bleiben an der Waldorfschule von der 1. bis zur 12. Klasse zusammen. Danach entscheiden sie, auf welchen Abschluss sie sich vorbereiten. Mehr als 80 Prozent der Gröbenzeller Schüler wählen das Abitur, die anderen Schüler legen die Mittlere Reife ab. „Die Schüler, die sich für das Abitur entscheiden, schaffen das in der Regel auch“, berichtet Herr Burkert. In den letzten 13 Jahren waren es 98 Prozent.

Die Prüfungen sind dieselben wie am Gymnasium, die Anzahl und Auswahl der Fächer unterscheiden sich jedoch: Während die Regelschüler das schriftliche Abitur in drei Fächern ablegen (Deutsch, Mathematik, ein Wahlfach), werden die Schüler der Waldorfschule in vier Fächern schriftlich geprüft (Deutsch, Mathematik, Kunst oder Musik, Geschichte). Die mündliche Prüfung legen alle in zwei Fächern ab. Die Regelschüler wählen dabei aus unterschiedlichen Fächerkombinationen, für die Waldorfschüler stehen die mündlichen Prüfungsfächer mit Englisch und Französisch fest.

Da die Waldorfschulen in Bayern keine eigene Abiturberechtigung haben, führt die Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell die Abiturprüfungen in Zusammenarbeit mit einem der umliegenden Gymnasien durch, in diesem Jahr mit dem Gymnasium in Olching. Die Prüfungen finden in den Räumen der Rudolf-Steiner-Schule statt. Die Erstkorrektur erfolgt durch die Lehrer der Waldorfschule, die Zweitkorrektur durch die Kollegen des Gymnasiums.

„Wir freuen uns, dass auch im Jubiläums-Jahrgang alle die Abiturprüfung erfolgreich bestanden haben und wünschen unseren Absolventinnen und Absolventen alles Gute auf ihrem weiteren Weg“, sagt Detlef Ludwig, Geschäftsführer des Waldorfschulvereins Gröbenzell e.V.

 

 

Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell ist eine einzügige Schule mit rund 450 Schülerinnen und Schülern und eine von derzeit 242 Waldorfschulen in Deutschland und rund 1.000 Waldorfschulen weltweit. Neben den pädagogischen Prinzipien Rudolf Steiners, die das Kind in seiner Individualität in den Mittelpunkt stellen und ihm eine entwicklungsgerechte und breit angelegte Erziehung zukommen lassen wollen, ist die Schule eine UNESCO-Projekt-Schule, an der internationaler Austausch, nachhaltiges Handeln und Toleranz den Unterricht und das Leben an der Schule prägen.

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Podestplätze für die Waldorfschule

Sportlicher Erfolg in der letzten Woche für die Gröbenzeller Rudolf-Steiner-Schule: Die Mädchen wie die Jungen belegten den zweiten Platz im Hockey-Bezirksfinale. In der männlichen Konkurrenz war nur das Otto-Preußler-Gymnasium in Pullach besser, und bei den Mädchen hatten die Rosenheimer die Nase vorn.

Auch die Golfer bewiesen besten Schwung. Sie schafften es, hinter dem Humboldt-Gymnasium aus Vaterstetten und dem Gymnasium Grünwald, auf Platz drei des oberbayerischen Wettbewerbs. Den 18 Loch stellten sich Valentin Wagner, Henry und William Pieloth sowie Pablo Brunner, der mit einer +1 unter allen Teilnehmer die beste Tagesrunde spielte.

Sportlehrer Walter Langguth schätzt den Erfolg: „Toll, dass wir – im Gegensatz zu den Gegnern – meist ohne Vereinsspieler antreten.“

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Lernen mit Kopf, Herz und Hand: Bayerisches Zentral-Abitur auch an der Waldorfschule

23 Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell treten in diesem Jahr zur staatlichen Abiturprüfung an. Wie alle Gymnasiasten im Freistaat legen auch sie das bayerische Zentral-Abitur ab. Der Weg dorthin unterscheidet sich von dem an der Regelschule, das Ergebnis ist dasselbe. Im Schnitt machen mehr als 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell das Abitur. Die anderen Schüler absolvieren die Mittlere Reife.

Am 15. März 2018 hat für die Schülerinnen und Schüler der Abiturklasse der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell die heiße Phase des Abiturs begonnen. Los ging es mit zwei umfangreichen Klausuren in den Fächern Wirtschaft und Chemie. Von Anfang Mai bis Mitte Juni folgen dann die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen, die die Waldorfschüler gemeinsam mit den bayerischen Gymnasiasten ablegen.

„Mehr als 80 Prozent unserer Schüler machen am Ende ihrer Schulzeit das ganz normale, bayerische Zentral-Abitur“, sagt Hanns Burkert, Oberstufenlehrer für Mathematik, Physik und Informatik sowie amtlicher Schulleiter der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell. Er ergänzt: „Lediglich der Weg dorthin unterscheidet sich von dem an der Regelschule.“ So hielten die Waldorfschulen in Bayern beispielsweise schon immer an den 13 Jahren bis zum Abitur fest. Dem G8 haben sie sich seinerzeit nicht angeschlossen. „Die Waldorfpädagogik folgt einem entwicklungsorientierten Lehrplan. Die Inhalte und Ziele orientieren sich am Entwicklungsstand des Kindes bzw. des Jugendlichen. Diesen kann man nicht einfach ein Jahr vorziehen“, erklärt Herr Burkert.

Von der 1. bis zur 12. Klasse bleiben die Kinder an der Waldorfschule zusammen. Danach entscheiden sie, auf welchen Abschluss sie sich vorbereiten wollen. Im Schnitt wählen mehr als 80 Prozent der Gröbenzeller Schüler das Abitur, die anderen Schüler die Mittlere Reife. Bis dahin legt die Waldorfschule den Schwerpunkt neben intellektuellen auch auf praktische, soziale und künstlerische Fähigkeiten. Fächer wie Eurythmie, Theater und Gartenbau haben einen festen Platz im Stundenplan. Die Schüler absolvieren zahlreiche Praktika, und wie alle Waldorfschulen verzichtet auch die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell auf Sitzenbleiben sowie auf klassische Noten in den unteren Klassen.

„Unser Ziel ist es, die Kinder in Freiheit zu erziehen und den ganzen Menschen auszubilden, nicht nur den Kopf“, sagt Hanns Burkert. Am Ende der zwölf Schuljahre stünden eigene Persönlichkeiten vor ihm, die eine bewusste Entscheidung für ihren Schulabschluss treffen. „Die Schüler, die sich für das Abitur entscheiden, schaffen das in der Regel auch“, berichtet Herr Burkert.

Die Prüfungen für die Waldorfschüler sind dieselben wie am Gymnasium. Lediglich Anzahl und Auswahl der Prüfungsfächer unterscheiden sich: Während die Regelschüler das schriftliche Abitur in drei Fächern ablegen (Deutsch, Mathematik, ein Wahlfach), werden die Schüler der Waldorfschule in vier Fächern schriftlich geprüft (Deutsch, Mathematik, Kunst oder Musik, Geschichte). Die mündliche Prüfung legen alle Schüler in zwei Fächern ab. Die Regelschüler können dabei aus unterschiedlichen Fächerkombinationen wählen. Bei den Waldorfschülern stehen die mündlichen Prüfungsfächer mit Englisch und Französisch von vornherein fest.

Da die Waldorfschulen in Bayern keine eigene Abiturberechtigung haben, führt die Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell die Abiturprüfungen in Zusammenarbeit mit einem der umliegenden staatlichen Gymnasien durch, derzeit mit dem Gymnasium in Olching. „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist von Vertrauen und einem fruchtbaren Austausch geprägt“, berichtet Hanns Burkert. „Sie behandeln unsere Schüler wie ihre eigenen.“ Die Prüfungen finden in den Räumen der Rudolf-Steiner-Schule statt. Die Erstkorrektur erfolgt durch die Lehrer der Waldorfschule, die Zweitkorrektur durch die Kollegen des Gymnasiums.

In diesem Jahr tritt der 25. Jahrgang der Waldorfschule in Gröbenzell zum Abitur an. Die Abschlusszahlen sind stabil und können sich sehen lassen: In den vergangenen Jahren haben sich über 80 Prozent eines Jahrgangs für das Abitur entschieden. Davon haben es nahezu alle Schüler (97,5 Prozent) erfolgreich geschafft.

 

Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell ist eine einzügige Schule mit rund 450 Schülerinnen und Schülern. Als staatlich genehmigte Schule führt sie über den waldorfeigenen Bildungsabschluss hinaus bis zur Mittleren Reife oder zum Abitur. Die Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs verbringen zwölf Schuljahre gemeinsam und entscheiden sich dann, auf welchen Abschluss sie sich vorbereiten. Im Schnitt der vergangenen Jahre haben über 80 Prozent eines Jahrgangs erfolgreich das bayerische Zentral-Abitur abgelegt und die anderen Schüler die Mittlere Reife absolviert. Die Rudolf-Steiner-Schule wurde 1981 gegründet und ist eine von zur Zeit 242 Waldorfschulen in Deutschland und rund 1.000 Waldorfschulen weltweit. Neben den pädagogischen Prinzipien Rudolf Steiners, die das Kind in seiner Individualität in den Mittelpunkt stellen und ihm eine entwicklungsgerechte und breit angelegte Erziehung zukommen lassen möchten, ist die Schule eine UNESCO-Projekt-Schule, an der internationaler Austausch, nachhaltiges Handeln und Toleranz den Unterricht und das Leben an der Schule prägen.

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Rekord: So viele Gröbenzeller Schüler wie noch nie starten in diesem Jahr mit der Welt:Klasse nach Indien und Kenia

20 Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell brechen heuer im Rahmen des Welt:Klasse-Projekts für vier Wochen nach Indien und Kenia auf. Das sind so viele Schüler wie noch nie und deutlich mehr als von den anderen teilnehmenden Schulen in Deutschland.

Jedes Jahr im Januar starten von den zwölf Schulen in Deutschland, die am Projekt der Stiftung Welt:Klasse teilnehmen, Gruppen von je vier Schülerinnen und Schülern zu einem Auslandsaufenthalt in Schwellen- und Entwicklungsländer wie Kenia, Indien und China.

Während sich von den anderen teilnehmenden Schulen ein bis zwei Gruppen, also jeweils vier bis acht Schüler, aufmachen, um das Leben vor Ort über vier Wochen intensiv kennenzulernen, fliegen von der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell in diesem Jahr 20 Schülerinnen und Schüler nach Indien und Kenia – so viele wie noch nie in den zehn Jahren, in denen sich die Schule am Welt:Klasse-Projekt beteiligt.

„Unsere Schule hat immer schon überdurchschnittlich viele Schüler für das Projekt gewinnen können“, sagt Eva Assmann, Oberstufenlehrerin für Mathematik und Betreuerin des Welt:Klasse-Projekts an der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell. Den stetigen Anstieg der teilnehmenden Schüler bis zum Rekord in diesem Jahr führt sie auf die positiven Erfahrungen zurück, mit denen die Jugendlichen alljährlich von ihrem Auslandsaufenthalt zurückkehren. „Bei der Welt:Klasse handelt es sich um keinen Schüleraustausch, wie man ihn sonst kennt“, erklärt Frau Assmann. „Die Schüler leben vier Wochen bei ihren Gastgebern und sind in das tägliche Arbeitsleben integriert.“

In Indien arbeiten die Schülerinnen und Schüler in einem Heim für behinderte Kinder. Ihre Klassenkameraden in Kenia unterstützen afrikanische Kleinbauern, die sich auf die nachhaltige Produktion und den Vertrieb von Macadamia-Nüssen spezialisiert haben. „Die Schüler erleben den Alltag in Kenia. Sie sind Teil der Macadamia-Manufaktur und helfen mit, dass Arbeitsplätze vor Ort entstehen. So lernen die Jugendlichen, was Migrationsvorbeugung bedeutet und dass sie effektiver ist als ein Hilfsprojekt oder eine Kleiderspende“, sagt Frau Assmann. Und sie ergänzt: „Für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen kann man nichts Besseres tun. Sie sehen ihre eigene Kultur mit anderen Augen und reflektieren, was man wirklich braucht und was nicht. Die Schüler sind beeindruckt von der Zufriedenheit, die die kenianischen Kleinbauern auch ohne materiellen Wohlstand ausstrahlen.“

Nicht nur während des Auslandsaufenthaltes, auch während der neun Monate davor arbeiten die Jugendlichen hart, um die Kosten für die Flüge etc. zu erwirtschaften. Einen Teil des benötigten Geldes finanziert die Schule, die dafür auf Spenden angewiesen ist. Die Eltern zahlen ferner ein Taschengeld für die Dauer des Aufenthaltes. Dennoch blieb in diesem Jahr ein Bedarf von rund 25.000 Euro, den die Schülerinnen und Schüler durch Putzdienste, Catering, eine selbst inszenierte Zaubershow, ein Benefizkonzert, einen Spendenlauf, den Verkauf von Schulpullis und der begehrten Macadamia-Nüsse selbst erwirtschaftet haben.

Die Schülergruppen starten zu ihrem Auslandsaufenthalt ab dem 20. Januar und kehren bis zum 31. März zurück – sicher auch in diesem Jahr wieder beeindruckt und ein Stück reifer.

 

 

Die Stiftung WELT:KLASSE ermöglicht Jugendlichen aus Deutschland auf innovative Weise mehrwöchige Lernerfahrungen in Schwellen- und Entwicklungsländern unter Einbindung ihrer Schulklasse. Sie wählt bundesweit besonders engagierte und innovative Schulen aus und übernimmt die organisatorische und konzeptionelle Umsetzung der WELT:KLASSE-Projekte. Sie unterstützt die Partnerschulen bei der Etablierung und Pflege langfristiger lokaler Fördernetzwerke. Das Konzept wurde 2006 an der Universität Witten/Herdecke im Rahmen von Studienaufenthalten bei 40 Social Entrepreneurs in 25 Entwicklungsländern in Asien, Lateinamerika und Afrika entwickelt. Die „WELT:KLASSE“ wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und deutschlandweit in den Medien gelobt. Weitere Informationen unter www.stiftung-weltklasse.de

Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell ist eine einzügige Schule mit rund 450 Schülern und 70 Lehrerinnen und Lehrern. Als staatlich genehmigte Schule führt sie über den waldorfeigenen Bildungsabschluss hinaus bis zur Mittleren Reife oder zum Abitur. Sie wurde 1981 gegründet und ist eine von zur Zeit 237 Waldorfschulen in Deutschland und rund 1.000 Waldorfschulen weltweit. Neben den pädagogischen Prinzipien Rudolf Steiners, die das Kind in seiner Individualität in den Mittelpunkt stellen und ihm eine entwicklungsgerechte und breit angelegte Erziehung zukommen lassen möchten, ist die Schule eine UNESCO-Projekt-Schule, an der internationaler Austausch, nachhaltiges Handeln und Toleranz den Unterricht und das Leben an der Schule prägen.

Münchner Waldorfschulen bei den Bildungstagen 2018

Auch in diesem Jahr präsentierten sich die Münchner Waldorfschulen und –Kindergärten sowie das Südbayerische Seminar für Waldorfpädagogik bei den Bildungstagen München. An einem gemeinsamen Stand konnten sich Eltern, Schüler und Lehrer über die Grundlagen der Waldorfpädagogik informieren und mit Lehrern, Erziehern und anderen Eltern ins Gespräch kommen. So erfuhren sie aus erster Hand, wie der Schul- oder Kindergartenalltag aussieht und wo es Waldorf-Einrichtungen in der Nähe gibt. Mit reichlich Anschauungsmaterial und der Möglichkeit, Einzelgespräche zu führen, konnten sich alle Interessierte ein fundiertes Bild über die Waldorfpädagogik machen.

Die Waldorfschulbewegung feiert 2019 ihr hundertjähriges Bestehen und ist mit rund 1.100 Schulen und mehr als 2.000 Kindergärten zur größten freien Schulbewegung weltweit geworden.

Bildungstage München ist die Messe für Eltern, Schüler und Lehrer, um sich über das umfassende Bildungsangebot der Stadt und Region München zu informieren. Mit 15 Einrichtungen, die sich am gemeinsamen Messestand präsentieren, ist die Waldorfpädagogik ein fester Bestandteil dieser Bildungslandschaft.

bildungstage-logo

Bildungstage München
20.-21. Januar 2018
MVG-Museum
Ständlerstraße 20
www.bildungstage-muenchen.de

Feierliche Eröffnung des neuen Glockenturms

Historische Gröbenzeller Glocke findet neue Heimat in der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell

Den alljährlich stattfindenden und beliebten Adventsmarkt der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell schmückte in diesem Jahr ein besonderes Ereignis: Im Zuge der feierlichen Eröffnung des Marktes wurde der neue Glockenturm auf dem Schulgelände eingeweiht. In ihm hat eine alte Glocke aus der ehemaligen Gröbenzeller Notkirche eine neue Heimat gefunden.

glockenturm

Der Glockenturm ist ein Produkt der sogenannten Bauepoche, die jede dritte Klasse einer Waldorfschule durchläuft. Die Holzkonstruktion haben die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung ihrer Eltern entworfen und gefertigt. „Nur die Glocke hat gefehlt“, sagt Detlef Ludwig, Geschäftsführer der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell. Glücklicherweise gibt es in der Elternschaft eine gute Verbindung zum Historischen Verein Gröbenzell e.V. „Die Gröbenhüter“, die der Schule eine Glocke aus dem Fundus des Heimatmuseums als Dauerleihgabe überlassen haben.

Albert Donhauser, 2. Vorsitzender der Gröbenhüter und langjähriger Leiter des Heimatmuseums, freut sich, dass die Glocke eine neue Heimat und mit ihr eine neue Aufgabe gefunden hat: „Die Glocke wurde in den Bielefelder Vereinigten Glockengießerwerkstätten gegossen und hing von 1920 bis 1925 in der Gröbenzeller Notkirche“, berichtet Herr Donhauser. Dabei handelte es sich um eine ehemalige Baracke des Gefangenenlagers Puchheim aus dem Ersten Weltkrieg. „Der Holzbau diente der damaligen Siedlung als Kirche, bis 1925 das heutige Wahrzeichen der Gemeinde eingeweiht werden konnte“, ergänzt er.

Als der Verein vom Bedarf der Schule erfuhr, war es laut Herrn Donhauser keine Frage, der Schule die Glocke, die bis dahin im Fundus des Heimatmuseums schlummerte, zu überlassen. „So wird ein Stück Gröbenzeller Geschichte wieder lebendig“, freut sich Herr Donhauser.

In der dritten Klasse, wenn die Kinder einen wichtigen Entwicklungsschritt machen, lernen sie an der Waldorfschule besonders die praktische Arbeit kennen und machen die Erfahrung, dass man als Team ein komplexes Projekt wie die Planung und Errichtung eines kleinen Bauwerks bewältigen kann. So gesellten sich im Laufe der Zeit diverse Kletterhäuser, ein Wasserhaus, ein Pizzaofen und nun auch ein Glockenturm auf das Gelände der Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell.

Einen Klöppel, welcher der Glocke im Laufe der Zeit abhanden gekommen war, haben die Kinder zusammen mit Kunstschmiedemeister Helmut Brummer, der der Schule über den Handwerkerhof verbunden ist, gefertigt. So steht der Betriebsaufnahme getreu dem Motto „Süßer die Glocke nie klingt“ nichts mehr im Wege.