Archiv für den Autor: Tina Hoffmann

Zirkus kennt keine Alters- und Sprachgrenzen

Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte in diesem Jahr das Zirkusprojekt der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell wieder starten. Im ausverkauften Zirkuszelt staunten 520 Zuschauer:innen in zwei Vorstellungen über das, was Kinder und Jugendliche in nur acht Wochen auf die Beine stellen können. Auch zwei ukrainische Mädchen waren dabei. Sie besuchen die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell seit April dieses Jahres.

„Man kommt in das Zelt und fühlt sich gleich 40 Jahre jünger“, sagt eine Besucherin der Elf-Uhr-Vorstellung. Dass das Zirkusfieber nicht nur Kinderaugen leuchten lässt, konnte man auch bei dem Zirkusteam aus rund zwanzig Eltern und Lehrer:innen sehen.

Zirkus funktioniert offenbar, selbst nach Corona-Pause, mit Beteiligten, die nicht dieselbe Sprache sprechen und über organisatorische und inhaltliche Hürden hinweg. „Sobald man den Kindern den Raum gibt, entstehen die tollsten Bilder“, sind sich die Kursleiter:innen einig. „Sie wachsen förmlich über sich hinaus und spätestens, wenn die Aufführungen anstehen, ist in allen der Teamgeist entfacht und jede und jeder trägt sein oder ihr Bestmögliches zum Gelingen bei.“

In diesem Jahr waren auch zwei ukrainische Mädchen dabei, die die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell seit April 2022 besuchen. Wie selbstverständlich haben sie beim Schulzirkus mitgewirkt und in weniger als acht Wochen beeindruckende Nummern auf dem Einrad erlernt.

Ob es nicht befremdlich sei, dass hier so viel Zeit und Energie in eine Zirkusaufführung gesteckt werde, während in ihrem Heimatland Krieg herrsche, wurde die Mutter eines der Mädchen gefragt. „Es gibt eine Welt der großen Politik und es gibt eine alltägliche Welt der gewöhnlichen Menschen“, sagt sie. „Ich fühle mich machtlos, diesen Krieg zu beenden. Aber ich empfinde es als großes Glück, dass meine Kinder weiterleben können – leben, spielen, lachen, tanzen, sprechen – ganz unabhängig vom Spielfeld der großen politischen Entscheidungsträger. So haben sie die Möglichkeit, Liebe füreinander in ihren Herzen zu tragen. Je mehr Menschen Liebe und Freundlichkeit fühlen können, desto besser kann die Welt werden.“

Der Schulzirkus Simsaltorelli ist ein Angebot der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell für Schülerinnen und Schüler ab der 3. Jahrgangsstufe. In acht Wochen erlernen sie in Kursen Akrobatik, Jonglage, Clowneske und Zauberei. Auch Licht- und Tontechnik, Kulissenmalerei und die Zirkusband liegen in der Hand der Schülerinnen und Schüler. Ein Team aus rund zwanzig ehrenamtlich arbeitenden Eltern und Lehrer:innen übt mit den Kindern und bereitet sie auf eine interne und zwei öffentliche Zirkusaufführungen vor. Diese gehören zu den Höhepunkten des Schuljahres.

In weniger als acht Wochen zum Einrad-Profi – Vorstellung der Einrad- Akrobatinnen des Schulzirkus Simsaltorelli (Foto: Elke Latinovic)

Luftnummer – Zwei Trapezakrobatinnen des Schulzirkus Simsaltorelli (Foto: Elke Latinovic)

Stolze Kinder – Abschlussrunde mit viel Applaus in der Manage (Foto: Elke Latinovic)

Nicht nur Kinderaugen leuchten – Kursleiterin Merle Kondschak-Kaye mit Zirkuskindern nach gelungener Vorstellung (Foto: Elke Latinovic)

Volles Haus beim Schulzirkus Simsaltorelli – Die Aufführungen gehören zu den Höhepunkten des Schuljahres (Foto: Wolfgang Zieglmeier)

Alpenüberquerung erfolgreich abgeschlossen

Die 10. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell hat ihr Alpenüberquerungsprojekt erfolgreich abgeschlossen. Am 24. Juni 2022 liefen 35 Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleiter*innen auf dem Markusplatz in Venedigt ein – aufgrund von Corona zwei Jahre später als geplant. Die Jugendlichen waren 2014 in der 3. Klasse von ihrem Schulhaus in Gröbenzell gestartet und haben die Strecke von 596 Kilometern und 12.000 Höhenmetern zu Fuß in zwölf Etappen zurückgelegt.

„Die Ankunft auf dem Markusplatz war ein ganz besonderer Moment“, berichtet Klassenlehrerin Daniela Haller-Murr. „Trotz der Zwangspause war der Wille unter den Jugendlichen, das Projekt zu Ende zu bringen, ungebrochen. Daran haben auch 33 Grad auf den letzten 76 Kilometern bis nach Venedig nichts geändert.“ „Es ist ein tolles Gefühl, dass wir das geschafft haben“, bestätigt Helene Achterberg, Schülerin der Klasse. „Wenn man über die Alpen laufen kann, schafft man auch andere Dinge im Leben.“

Genau das ist der Effekt, den Daniela Haller-Murr sich für ihre Klasse gewünscht hat: Dass man Großes erreichen kann, wenn man beharrlich bleibt und im Team arbeitet. Auch die Verbindung zur Natur spielte für die Bergliebhaberin eine Rolle. „Man kann nur schützen, was man liebt“, sagt Daniela Haller-Murr und ergänzt: „So ein Projekt verortet uns Menschen gut in der Natur. Wenn man Gewitter, Eis und Schnee im Gebirge erlebt hat, bekommt man ein anderes Gefühl für die Welt, als wenn man vor seinem Smartphone sitzt und denkt, alles sei nur einen Klick entfernt.“

Organisiert und begleitet haben das Projekt Eltern der Klasse. Die finanziellen Mittel kamen u.a. aus Spenden. Die Schüler*innen hatten für jeden Kilometer ihrer Wanderung einen Ansteckbutton produziert und die Kilometer, je nach Schwierigkeitsgrad, zu unterschiedlichen Preisen verkauft.

Ankunft auf dem Markusplatz in Venedig

Noch 70 Kilometer bis zum Ziel

Die damals 3. Klasse beim Start der Alpenüberquerung 2014

 

 

Herzlichen Glückwunsch an unsere Absolvent:innen der Mittleren Reife

Nach dem erfolgreichen Abitur haben nun auch die Mittlere-Reife-Kandidat:innen ihre Prüfungen abgelegt. Von vier Schülerinnen und Schülern, die zur Mittleren Reife angetreten sind, haben drei bestanden.

„Wir gratulieren unseren Mittlere-Reife-Absolventinnen und -Absolventen zum erfolgreichen Schulabschluss und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg alles Gute“, sagt Schulleiter Christian Kruth.

Die Schüler:innen absolvierten ihre Prüfungen in der Zeit von 8. März bis 12. Juli in der Wahlpflichtfächergruppe III b der Realschulordnung. Das bedeutete schriftliche Prüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Kunst sowie mündliche Prüfungen in Geschichte, Physik und Ethik. Im Fach Kunst wurde außerdem eine praktische Prüfung verlangt.

Als staatlich genehmigte Schulen legen die Waldorfschulen in Bayern die staatlichen Abschlüsse mit einem Gymnasium und einer Realschule aus dem näheren Umfeld ab. Für die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell waren das in diesem Jahr das Max-Born-Gymnasium in Germering und die Realschule in Maisach.

Das Waldorfschulsystem unterscheidet sich vom staatlichen Schulsystem u.a. dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 12. Klasse zusammenbleiben. Nach dem systemeigenen Waldorfabschluss am Ende der 12. Klasse bereiten sich die Schülerinnen und Schüler dann in getrennten Kursen auf die beiden staatlichen Abschlüsse vor. Die Mehrheit der Gröbenzeller Schüler:innen entscheidet sich in der Regel für das Abitur, etwa zwanzig Prozent für die Mittlere Reife.

Erster Platz bei der Oberbayerischer Bezirksmeisterschaft im Hockey

Die Hockeymannschaft der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell hat den ersten Platz bei der Oberbayerischen Bezirksmeisterschaft im Hockey belegt. Beim Finale in Grünwald am 24. Juni 2022 besiegte Gröbenzell die Gastgeber in einer spannenden Partie mit 3:1 „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg“, sagt Walter Langguth, Trainer der Hockey-Mannschaft und Sportlehrer an der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell. „Das Training der letzten Monate hat sich ausgezahlt.“ Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell bietet Hockey für Jungen und Mädchen im Rahmen der Offenen Ganztagsschule für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 an und freut sich über Nachwuchs.

Erster bei den Oberbayerischen Bezirksmeisterschaften – Die Hockeymannschaft der Jungen der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell

Erfolgreicher Abschlussjahrgang mit vielen Traumnoten an der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell

Der diesjährige Abschlussjahrgang der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell ist der erfolgreichste seit Bestehen der Schule. Mit 33 Schülerinnen und Schülern haben sich so viele wie noch nie zum Abitur angemeldet. 31 haben bestanden, 13 davon – also mehr als ein Drittel – mit einer Eins vor dem Komma. Die Bestnote von 1,0 erreichten zwei Schüler:innen. Es ist der 29. Abschlussjahrgang der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell.  

Immer wieder hört man, dass man an der Waldorfschule kein Abitur machen kann oder zumindest kein gutes. Der diesjährige Abschlussjahrgang der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell hat eindrucksvoll bewiesen, dass das Gegenteil der Fall ist: Von den 33 Schülerinnen und Schülern, die zur Abiturprüfung angetreten sind, haben 31 die Prüfung bestanden, 13 davon mit einer Eins vor dem Komma, zwei sogar mit 1,0.

„Wir freuen uns über die hervorragenden Ergebnisse unserer Absolvent:innen und gratulieren zum erfolgreichen Schulabschluss“, sagt Schulleiter Christian Kruth. „Noch wichtiger als die Zahl auf dem Papier ist uns jedoch, dass unsere Schülerinnen und Schüler auf eine hoffentlich positive Schulzeit zurückblicken können und ihre Möglichkeiten nun frei und gestärkt ergreifen.“

Erfolgreichster Abschlussjahrgang seit Bestehen der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell – Übergabe der Abiturzeugnisse im Rahmen der Abschlussfeier Foto: Sonja Pachonik

Die Schulzeit an der Waldorfschule unterscheidet sich in einigen Punkten von der an der Regelschule. So verzichten die Waldorschulen in der Unter- und Mittelstufe auf klassische Notenzeugnisse. Es gibt kein Sitzenbleiben und keinen Übertritt. Am G8 beteiligen sich die Schulen, die auf der entwicklungsgerechten Pädagogik Rudolf Steiners basieren, nicht. Ziel der Waldorfpädagogik ist es, das Kind in seiner Individualität zu erkennen und ganzheitlich zu fördern. Die Waldorfschulen verzichten daher auf eine zu frühe und einseitige Intellektualisierung und stellen neben klassische Fächer auch Inhalte wie Werken, Eurythmie, Gartenbau und Theater. Im Laufe ihrer Schulzeit absolvieren die Waldorschülerinnen und
-schüler zahlreiche Praktika – vom Landwirtschafts- und Forstpraktikum bis zum Betriebs-, Wirtschafts-, Sozial- und Kunstpraktikum. „Wir sind überzeugt, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht trotz, sondern wegen der vielen Inhalte im Waldorf-Curriculum sehr gute Abschlüsse erzielen und sehr gut auf das Leben nach der Schule vorbereitet sind“, sagt Christian Kruth.

Die Waldorfschulen in Bayern sind staatlich genehmigt und legen die staatlichen Abschlüsse in Zusammenarbeit mit einem Gymnasium und einer Realschule aus dem näheren Umfeld ab. Für die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell waren das in diesem Jahr das Max-Born-Gymnasium in Germering und für die Mittlere-Reife-Prüfung die Realschule in Maisach.

Während die Regelschüler das schriftliche Abitur in drei Fächern ablegen (Deutsch, Mathematik, ein Wahlfach), wurden die Schüler:innen der Waldorfschule in vier Fächern schriftlich geprüft (Deutsch, Mathematik, Kunst oder Musik und Geschichte). Die mündliche Prüfung legten die Gröbenzeller Schüler:innen in zwei Fächern ab – Englisch und Französisch. In zwei weiteren Fächern – Chemie und Astrophysik – ging die Jahresnote aus einer doppelt gewerteten Klausur und der mündlichen Jahresleistung in die Abiturbewertung ein.

 

Über die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell:
Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell wurde 1981 gegründet und ist eine von derzeit 254 Waldorfschulen in Deutschland und rund 1.100 Waldorfschulen weltweit. Sie ist eine einzügige Schule mit rund 450 Schülerinnen und Schülern und führt als staatlich genehmigte Schule über den waldorfeigenen Abschluss hinaus bis zum Abitur oder zur Mittleren Reife. Pädagogisches Prinzip Rudolf Steiners ist es, das Kind in seiner Individualität in den Mittelpunkt zu stellen und ihm eine entwicklungsgerechte und breit angelegte Erziehung zukommen zu lassen. Als UNESCO-Projektschule prägt die Bildung für nachhaltige Entwicklung den Unterricht und das Leben an der Schule.

Kontakt:
Waldorfschulverein Gröbenzell e.V – Spechtweg 1 – 82194 Gröbenzell – www.waldorfschule-groebenzell.de
Tina Hoffmann – Öffentlichkeitsarbeit – email hidden; JavaScript is required –  Tel: 0814-53045

Italienischkurs für Muttersprachler:innen

Am Freitag, den 24. Juni beginnt für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-7 der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell, die ein oder zwei italienische Elternteile haben, ein Probe-Italienischkurs. Ziel ist, dass die Kinder ihre italienischen Sprachwurzeln stärken und vor allem in Grammatik und Schrift fundiert anwenden können. Der Kurs findet freitags von 13.15 bis 14.15 Uhr in den Räumlichkeiten der Schule statt und wird mit sechs bis acht Kindern starten. Gefördert wird die Initiative von der Caritas München und dem italienischen Konsulat.

Stärken ihre italienischen Sprachwurzeln – Der Italienischkurs für Muttersprachler:innen

 

 

 

 

 

 

Theaterstück der 8. Klasse: Trilogie der Sommerfrische von C. Goldoni

Die 8. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell präsentiert ihr Theaterstück “Trilogie der Sommerfrische” des italienischen Autors Carlo Goldoni.

Der Aufbruch nach Venedig in die Sommerfrische steht bevor. Die großen Fragen sind, was zieht man an, wer reist mit wem, wo wird man wohnen. Dabei ist die Liebe die wichtigste aller Fragen. Zwei Männer werfen ein Auge auf dieselbe Frau; es ist die schöne Giacinta. Statt entspannte Wochen auf dem Lande entwickeln sich Verstrickungen aus Lügen, Betrug und Intrigen. Geld scheint dabei keine Rolle zu spielen, selbst wenn es einen in den Ruin treibt. Doch wird am Ende die Liebe siegen?

Aufführungstermine:
29., 30. und 31. Mai sowie 1. und 2. Juni, jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell und Jugendsozialstiftung Dr. Rieder organisieren Deutschunterricht für aus der Ukraine geflüchtete Kinder

Am 4. Mai 2022 beginnt für sechs ukrainische Kinder ein Deutschkurs, den die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell mit finanzieller Unterstützung durch die Jugendsozialstiftung der Familie Dr. Rieder organisiert hat. Die Kinder erhalten an drei Tagen pro Woche Deutschunterricht. Die Kosten dafür übernimmt zunächst die Rieder-Stiftung. Sollten öffentliche Mittel für das Angebot zur Verfügung gestellt werden, zahlt die Schule das Geld zurück.

Am Mittwoch, den 4. Mai 2022 beginnt für sechs ukrainische Kinder ein Deutschkurs an der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell. Von den sechs Kindern besuchen vier derzeit den regulären Unterricht der Schule in den Klassen 1, 3, 4 und 11. Ein Kind im Vorschulalter besucht die schuleigene Kindertagesstätte, ein weiteres Kind schließt sich dem Deutschkurs von extern an. Unterrichtet werden die Kinder an drei Tagen pro Woche für jeweils zwei Stunden von einer ukrainischen Muttersprachlerin, die Erfahrung im Unterricht für Deutsch als Fremdsprache hat.

Der Deutschunterricht ist eine Maßnahme der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell, um den Kindern, die seit Ende März 2022 an der Schule aufgenommen sind und den regulären Unterricht besuchen, die Integration in die Klassengemeinschaften und die Teilnahme an Zusatzangeboten wie Zirkus, Rhythmik- und Musikkursen der Schule sowie der schulnahen Freien Musikinitiative Gröbenzell zu erleichtern. „Die Aufnahme der ukrainischen Kinder in die bestehenden Klassen verlief bislang sehr gut“, sagt Detlef Ludwig, Geschäftsführer des Trägervereins der Schule. „Dennoch ist das Erlernen der Sprache eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Kinder und Jugendlichen sich hier wohlfühlen, Anschluss und Sicherheit im Alltag finden können.“

„Da wir unseren ukrainischen Schülerinnen und Schülern, die mit ihren Familien aus ihrer Heimat geflüchtet sind und bei uns ein neues schulisches Zuhause gefunden haben, bestmöglich helfen wollen, mit der neuen Situation zurecht zu kommen, haben wir den Deutschunterricht organisert“, berichtet Ludwig. „Wir danken der Jugendsozialstiftung der Familie Dr. Rieder für die schnelle und unbürokratische Hilfe, mit der wir das Angebot finanzieren konnten. Sollten die Waldorfschulen in Bayern zu einem späteren Zeitpunkt in den Genuss staatlicher Mittel für die Integrationshilfe ukrainischer Schülerinnen und Schüler kommen, zahlen wir das Geld zurück.“

 

Die Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell ist eine öffentliche, einzügige Schule. Sie ist staatlich genehmigt und führt über den eigenen Bildungsabschluss hinaus zum Abitur oder zur Mittleren Reife. Die Schule gehört zum weltweiten Netzwerk der UNESCO-Projektschulen. Internationaler Austausch, Nachhaltigkeit und Toleranz haben einen hohen Stellenwert im Unterricht und in der Schulgemeinschaft.

Spende für Biodiversität auf dem Schulgelände

Auch in diesem Jahr freut sich die Waldorfschule Gröbenzell über eine großzügige Spende von insgesamt 2.500 Euro der beiden Denns BioMärkte vor Ort. Das Geld wird für den Ausbau des Schulgartens und zur Erweiterung der Pflanzenvielfalt auf dem Schulgelände verwendet. Die Spende geht aus der Initiative „Waldorfkarte“ hervor, über die Denns BioMärkte in Gröbenzell gemeinsam mit ihren Kund:innen finanzielle Unterstützung für den Waldorfschulverein zusammentragen.

„Biodiversität ist ein großes Thema an unserer Schule“, sagt Detlef Ludwig, Geschäftsführer des Waldorfschulvereins Gröbenzell. „Die Spende hilft uns dabei, die Pflanzenvielfalt in unserem Schulgarten weiter zu ergänzen und darüber Biodiversität erlebbar zu machen.“

Biodiversität ist ein wichtiges Thema an der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell

Mit dem Spendengeld aus der Initiative „Waldorfkarte“ sollen an den Wegen im Schulgarten 250 langlebige Stauden gepflanzt werden, die das Nahrungsangebot für Insekten erweitern. Nach dem großen Ernteerfolg des vergangenen Jahres sollen zudem zwei weitere Pfirsichbäume im Schulgarten sowie vier neue Bäume auf dem Schulgelände gepflanzt und das Haselnussprojekt „Wunder von Bollweiler“ fortgesetzt werden. Die bis zu vier Zentimeter großen Haselnüsse sind das beeindruckende Finale eines ganzjährigen Erlebnisses von der Blüte bis zur Frucht, an dem sich die Schulgemeinschaft erfreut.

„Ich freue mich über die langjährige Kooperation mit Denns BioMarkt und die Kontinuität der Beziehung. Für die Spende sind wir sehr dankbar“, sagt der Geschäftsführer des Trägervereins der Waldorfschule Gröbenzell.

 

v.l.n.r.: Vorstandsmitglied des Waldorfschulvereins Gröbenzell Dr. Stefan Brunner, Waldorfschulverein-Geschäftsführer Detlef Ludwig, Marktleiter der Denns BioMärkte in Gröbenzell Wolfgang Kreuzer und Admir Zeqiri

„Wir begleiten die Initiative ‚Waldorfkarte‘ seit mehr als 10 Jahren von ganzem Herzen und mit kontinuierlichem Einsatz“, sagt Wolfgang Kreuzer, einer der beiden Marktleiter Denns BioMarkt. Auch sein Kollege Admir Zeqiri, Marktleiter des zweiten Denns BioMarktes in Gröbenzell, äußert große Freude: „Wir sehen, wie das Geld, das wir gemeinsam mit unseren Kund:innen über die Initiative zusammentragen, direkt in die Ausbildung und Förderung der Kinder hier an der Waldorfschule fließt, in nachhaltige und besonders wichtige Themen, wie Pflanzenvielfalt und den Schutz der Insektenwelt beispielsweise.“

 

 

 

 

 

 

 

Endlich wieder Frühlingsmarkt an der RSS Gröbenzell

Nachdem der Frühlingsmarkt der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell pandemiebedingt zwei Jahre in Folge nicht stattfinden konnte, freuen sich die Schulgemeinschaft und viele Besucher heuer wieder auf das beliebte Ereignis.

„Der Frühlingsmarkt ist immer ein besonderes Ereignis. Es ist die erste Gelegenheit des Jahres, an dem die Schulgemeinschaft und viele externe Besucher zusammenkommen und sich an den Begegnungen und den vschönen Dingen, die der Markt zu bieten hat, erfreuen“, erklärt Anke Möller, Leiterin des Marktkreises der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell, den besonderen Reiz.

Normalerweise immer für Ende März im Schulkalender eingeplant, hat die Schule den Frühlingsmarkt in diesem Jahr auf den 14. Mai verschoben. „Wir wollten die Chance erhöhen, dass der Markt trotz Corona stattfinden kann“, berichtet Anke Möller. Die Überlegungen haben sich ausgezahlt, denn seit den am 1. April in Kraft getretenen Lockerungen steht dem freudig-lebendigen Markttreiben nichts mehr im Weg. „Auch das Wetter dürfte Mitte Mai besser sein als Ende März“, freut sich Anke Möller.

Der Frühlingsmarkt der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell gehört zu den Highlights im Veranstaltungskalender der Schule. Das vielseitige Angebot an handgefertigten Produkten, die verschiedenen Flohmärkte, kindgerechte Spiele und nicht zuletzt das kulinarische Angebot haben sich herumgesprochen und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an.

„Wir freuen uns sehr, dass wir endlich wieder einen Markt veranstalten können. Alle sind schon in den Vorbereitungen und legen sich mächtig ins Zeug. Man merkt, dass wir eine Durststrecke hinter uns haben“, sagt Anke Möller. Der Frühlingsmarkt findet am Samstag, den 14. Mai von 11 bis 15 Uhr auf dem Gelände der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell statt.

Alle Informationen zu den Angeboten finden Sie hier.